Internationale KI-Robotik-Elite bei RoboCup German Open in Nürnberg
Die RoboCup German Open 2025 haben die internationale KI-Robotik-Elite nach Nürnberg gebracht. Rund 1.000 Forschende, Studierende und Nachwuchstalente traten in der Frankenhalle in packenden Wettbewerben in den Bereichen Fußball, Industrie, Service und Rettung gegeneinander an.
Robotik-Team der Ohm ganz vorne mit dabei
Das Robotik-Team AutonOhm der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (Ohm) belegte in der Rescue Robot League den ersten Platz, im Wettbewerb RoboCup @Work reichte es zu einem guten vierten Platz.
Über mehrere Tage hinweg erlebten Besucherinnen und Besucher in der Frankenhalle auf dem Nürnberger Messegelände mitreißende Wettkämpfe, bei denen Roboter in realistischen Szenarien ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellten. Dabei sorgten nicht nur die autonom fußballspielenden Roboterteams für Begeisterung, sondern auch die intelligenten Assistenzroboter in Haushalt, Industrie und Rettungseinsätzen.
Im Bereich Rettung tat sich einmal mehr das Team AutonOhm der Ohm hervor, das bereits mehrfach den deutschen Meistertitel gewonnen hatte. In einem spannenden Wettbewerb setzte es sich im Finale mit seinem kettengetriebenen Rettungsroboter Schrödi durch. Ausschlaggebend war dessen hohe Beweglichkeit und das geschickte Lösen von Handhabungsaufgaben.
Beim RoboCup Rescue treten Roboter in nachgebildeten Katastrophenszenarien gegeneinander an, um verstecke Opfer zu finden und die Umgebung für Rettungsmannschaften zu analysieren. Die Bewertung erfolgt in den vier Kategorien Manövrieren, Mobilität, Geschicklichkeit, Erkunden & Kartieren.
Im RoboCup@Work erreichte das AutonOHM-Team einen guten vierten Platz. In diesem Wettbewerb sollen die eingesetzten Roboter menschliche Arbeiter in Fabriken unterstützen. Dazu müssen die Roboter voll autonom bestimmte Positionen anfahren, kleine Objekte aufnehmen und ablegen und den Transport von Gegenständen zwischen verschiedenen Arbeitsflächen meistern.
Das AutonOhm-Team hatte sich einige Wochen vor dem RoboCup für die Integration eines neuen Roboterarms entschieden. Auch wenn der erste Einsatz dieser neuen Plattform sehr vielversprechend verlief, reichte es diesmal nicht für das Siegertreppchen. Das Ziel ist, im kommenden Jahr an die bisherigen Erfolge (Weltmeister 2017, 2018, 2021 und 2022, Deutscher Meister 2017 und 2018) anzuknüpfen.
RoboCup German Open: Eine der bedeutendsten Plattformen für KI und Robotik in ganz Europa
Die RoboCup German Open wurden mit wesentlicher Unterstützung der Ohm veranstaltet, die Veranstaltung zählt mit rund 1.000 aktiven Teilnehmenden aus 12 Nationen zu den bedeutendsten Plattformen für Künstliche Intelligenz und Robotik in Europa. Und zwar von der Schule bis zur Universität: Neben den Major-Ligen für Studierende und erfahrene Forschende und den Junior-Ligen für junge Schülerinnen und Schüler gibt es seit kurzem auch die Rapidly Manufacturing Robot Challenge (RMRC) als Bindeglied: In dem Wettbewerb treten Schülerteams mit Robotern gegeneinander an, die sie in kurzer Zeit selbst gebaut haben. Die Wettbewerbsszenarien ähneln denen der renommierten Rescue League. Parcourselemente und Roboter sind jedoch kostengünstiger und einfacher zu realisieren und eignen sich daher besonders für die Förderung im MINT-Bereich.
„Die RoboCup German Open spielen eine bedeutende Rolle als Antrieb für die Robotik- und KI-Forschung in Deutschland. Sie sind eine einzigartige Verbindung zwischen Forschung, Lehre und Praxis“, sagte Prof. Dr. Stefan May, Professor für mobile Robotik an der Ohm. „Die Wettbewerbe schaffen eine wertvolle Gelegenheit für wissenschaftlichen Austausch und praxisorientierte Ausbildung – sie bieten die Möglichkeit, fachübergreifend zusammenzuarbeiten und frühzeitig zu fördern. Deshalb unterstützen wir viele Partnerschulen in der Region, die inzwischen neun Wettkampfteams in der RMRC-Liga aufgestellt haben. Wir freuen uns aber natürlich, wenn wir noch mehr Nachwuchs für diesen Wettbewerb begeistern können."

Der Rettungsroboter „Schrödi“ des Robotik-Teams AutonOhm der Technischen Hochschule Nürnberg gewann den deutschen Meistertitel im Wettbewerb RoboCup Rescue. (Foto: Matthias Wiedmann)

Im Wettbewerb RoboCup @Work, in dem Aufgaben aus dem industriellen Umfeld bewältigt werden müssen, belegte das Team AutonOhm den vierten Platz. (Foto: Matthias Wiedmann)

Die Rapidly Manufacturing Robot Challenge ermöglicht Schülerteams, mit selbstgebauten Robotern unterschiedliche Parcours zu bewältigen. (Foto: Matthias Wiedmann)

Foto: Frank Erpinar