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Innovationskunst

Grüne Energie für Fürth: Ohm unterstützt infra mit Studie zum Energiespeicherkonzept

Welche Technologien können im Stadtgebiet Fürth dabei helfen, erneuerbare Energien sinnvoll auszubauen? Bei dieser Frage hat ein Forschungsteam der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (Ohm) den Versorger vor Ort, die infra fürth gmbh, mit einer Studie unterstützt. Die Ergebnisse bieten eine fundierte Grundlage für die Investitions-Entscheidungen des Unternehmens in den kommenden Jahren.

Prof. Dr. Florian Uhrig, Professur für Wasserstoffsysteme, und der wissenschaftliche Mitarbeiter Tobias Nierlich untersuchten, ob sich die Anschaffung eines Batteriespeichers oder eines Elektrolyseurs zur Herstellung von Wasserstoff lohnt und welche Option technisch sinnvoll wäre. In die Analyse flossen Stromnetzdaten der infra und Wetterdaten zur Sonneneinstrahlung und zu den Windverhältnissen ein. Auf dieser Grundlage wurde ein Simulationsmodell erstellt. Die Studie lief von April bis Dezember 2024, die Ergebnisse wurden jetzt vorgestellt.

Photovoltaik als Schlüsselrolle - Batteriespeicher für die bestmögliche Stromnutzung

Speziell auf die Wetterverhältnisse in Fürth bezogen zeigte sich beispielsweise, dass die Ausrichtung von Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) eine wichtige Rolle spielt. „PV-Anlagen erzeugen elektrischen Strom schwerpunktmäßig tagsüber, während die Haushalte vor allem morgens und abends Energie für das tägliche Leben mit beispielsweise Kochen, Waschen und Fernsehen benötigen“, erklärt Prof. Dr. Florian Uhrig. Diese Verschiebung zwischen Erzeugung und Verbrauch könne die Stromnetze stark belasten, weshalb es bei neuen Anlagen sinnvoll sei, die Speicherung von Energie zu berücksichtigen.

Ohne eine Möglichkeit, Energie zu speichern, sind PV-Anlagen mit Ost-West-Ausrichtungen besser an diese Bedarfe angepasst und damit wirtschaftlicher. Die Situation ändert sich, wenn sich die infra für einen Batteriespeicher entscheiden würde: Strom aus den Spitzen-Erzeugungszeiten der PV-Anlagen könnte dort gespeichert werden und dann abends wieder Herdplatten und Waschmaschinen der Kundschaft speisen. In diesem Fall sind nach Süden ausgerichtete PV-Anlagen am wirtschaftlichsten.

Grüner Wasserstoff für Fürth

In dem Szenario für eine wirtschaftliche Erzeugung von grünem Wasserstoff in Fürth mit einem Elektrolyseur bräuchte es hingegen idealerweise eine Kombination aus Sonnen- und Windenergie: So würden die geringsten Kosten pro erzeugter Kilowattstunde Wasserstoff anfallen. Für eine große Anlage reichen die lokalen PV-Anlagen jedoch nicht aus, zeigt die Studie.

„Für uns war an dem Projekt spannend, dass wir mit realen Finanz- und Wetterdaten die Sinnhaftigkeit der unterschiedlichen Technologien bewerten konnten“, sagt Uhrig. „Wir hoffen, dass wir mit den Ergebnissen regional zu einer CO2-neutralen Energieversorgung beitragen können.“ Auch Marcus Winter, Leiter Erzeugung bei der infra, ist mit der Zusammenarbeit und den Ergebnissen zufrieden: „Die infra ist mit all Ihren Produkten und Dienstleistungen darauf ausgerichtet, einen signifikanten Beitrag zur Treibhausgasneutralität zu leisten. Dies spiegelt sich zum Beispiel mit dem Förderprogramm KlimaOffensive in handfesten Projekten wider.“

Gemeinsam haben sie für eine fundierte Entscheidungsgrundlage für kommende Investitionen gesorgt: Marcus Winter, Leiter Erzeugung infra fürth gmbh (von links), Florian Uhrig, Professur für Wasserstoffsysteme an der Ohm und Tobias Nierlich, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Energiespeicherkonzept zu Batteriespeichern und Wasserstoffherstellung für Fürth“. (Foto: infra)

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